Superleckere Schweineflocken-Brötchen, nur einmal gehen lassen
Vor einiger Zeit habe ich gerollte, gedämpfte Milchbrötchen mit Schweineflocken gemacht und sie stolz in einer Gruppe geteilt. Die wählerischen kleinen Kochprofis dort meinten, in Brotform wären sie noch besser. Die Juroren von heute werden immer anspruchsvoller. Also mache ich sie heute als Brot und zeige es euch.
Zutaten
Schritte
Den Knetvorgang überspringe ich (vor allem, weil ich vergessen habe, Fotos zu machen). Bitte orientiert euch an anderen Knetanleitungen auf Xiachufang, im Großen und Ganzen sind sie gleich. Vergesst nur nicht, die Butter später zuzugeben. Wenn der Teig gut ausgeknetet ist, teilt ihn in 10 Portionen zu je 85 g. Kurz entspannen lassen, etwa 5 Minuten. Eine Portion nehmen und auf etwa 20 cm Länge und ungefähr 15 cm Breite ausrollen (etwas kürzer als die Länge der Papierförmchen).
Die untere Hälfte mit einer Schicht Mayonnaise bestreichen, dann mit einer Schicht Schweineflocken bestreuen. Seid nicht zu geizig, sonst wirkt es, als wären wir wirklich ärmer dran als andere. Ich habe Schweineflocken mit Algen verwendet und noch etwas Frühlingszwiebel dazugegeben; passt es nach eurem Geschmack an.
Die obere Hälfte über die untere klappen und leicht zurechtrücken, damit der untere Teil gut bedeckt ist. Dann den gefalteten Teig mit einem Teigschaber in 6–7 gleichmäßige Streifen schneiden. Achtet darauf, den oberen, gefalteten Rand nicht durchzuschneiden. Auf dem Foto habe ich 7 Streifen geschnitten, aber nach dem Ausprobieren fand ich, dass 6 ausreichen.
Jeden Streifen vorsichtig in die Länge ziehen und dreimal eindrehen, dann das Ende so flachdrücken wie auf dem Foto. Vom gefalteten Rand aus nach unten aufrollen (ich habe vergessen, Fotos zu machen). Im Grunde rollt ihr von oben nach unten bis zum Ende und kneift die Naht gut zu. Das müsst ihr euch einfach vorstellen.
Die Teigstücke nacheinander in die Papierförmchen setzen. Auf ein Backblech für einen 60‑Liter‑Ofen passen genau 10 Stück.
Im Ofen bei 30 °C gehen lassen, mit einer Schale heißem Wasser unten im Ofen. Etwa 50 Minuten gehen lassen, bis sie dieses Volumen erreicht haben. Sehen sie nicht rundlich, weiß und hinreißend aus?
Den Ofen auf 150 °C vorheizen. Währenddessen die Oberfläche mit verquirltem Ei bestreichen. Dieser Schritt ist optional; er dient hauptsächlich dazu, der Oberfläche nach dem Backen einen schönen Glanz zu verleihen. Dafür muss man allerdings noch ein Ei aufschlagen. Ich zögere bei diesem zusätzlichen Ei immer etwas, aber als Mitglied des „Schönheitskomitees“ schlage ich es am Ende doch meist auf.
Sobald der Ofen auf 150 °C vorgeheizt ist, das Blech in die Mitte des Ofens schieben und 25 Minuten backen. Bei dieser Temperatur müsst ihr im Prinzip nicht mit Alufolie abdecken, vorausgesetzt, die Temperatur eures Ofens stimmt. Andernfalls auf die Bräunung achten und gegebenenfalls mit Alufolie abdecken. Wenn die Temperatur eures Ofens ungenau ist, empfehle ich dringend ein Ofenthermometer, sonst wird die Fehlerquote ziemlich hoch sein.
Für die letzten 2 Minuten könnt ihr die Temperatur auf 170 °C erhöhen, um die Bräunung zu verbessern. Ein ganzes Blech voller kleiner Brötchen – unglaublich appetitlich.
Piep piep, fertig. Das Blech aus dem Ofen holen: perfekt! Bravo.
Jetzt kommt der große Auftritt. Holt all eure Requisiten heraus. Ein paar kommen auf ein Weidentablett, Ein paar auf ein Holzbrett, Links fotografieren, rechts fotografieren – und eure Speicherkarte fängt an zu weinen.
Diese Nahaufnahmen sind wirklich unwiderstehlich, oder? Sie sehen einfach nach richtig gutem Brot aus.
Sie füllen die Papierförmchen komplett aus. Wenn ich euch jetzt ein Rätsel stellen würde: „Was ist das Einzige, das alle mögen, selbst wenn es dick wird?“, wäre die wohl einzige Antwort: Brot.
Plötzlich fiel mir ein, dass ich auch noch einen Bambuskorb habe. Den musste ich unbedingt herausholen, um ein neues Arrangement zu inszenieren. Zu niedlich – so könnt ihr sie mitnehmen, um eure Nachbarn zu besuchen.
Dieses Foto ist eigentlich nichts Besonderes, aber da ich es schon hochgeladen habe, bekommt es wenigstens noch ein bisschen Sendezeit.
So ein kleines, braves Leckerchen – habt ihr nicht Lust, es mit nach Hause zu nehmen?
Wenn sie abgekühlt und nur noch lauwarm sind, in einer luftdichten Dose aufbewahren. Ich mag auch diese Art von Verpackung sehr. Wenn man sie verschenkt, braucht es ein Mindestmaß an Präsentation: einfache Plastiktüten wirken doch etwas billig.