Sauerteig-Bananen-Zimt-Kuchen mit Roggen (schneller Bananenkuchen)
Roggen, dunkler Rohrzucker, Banane und Zimt sind Aromen, die ich leidenschaftlich liebe; daher ist dieses Bananenbrot geschmacklich alles andere als „einfach“, selbst wenn das Rezept eigentlich nur eine schnelle Möglichkeit ist, überschüssigen Sauerteig zu verbrauchen. Die Kruste ist leicht knusprig, das Innere weich und saftig, mit einem reichen, nuancierten Aroma. Der Duft von Zimt und Banane erobert sofort die Geschmacksnerven, und wenn man langsam kaut, nimmt man auch das Roggenaroma mit der typischen, leichten Säure des Sauerteigs wahr. Seit ich regelmäßig backe, habe ich mir angewöhnt, den Zuckergehalt in Desserts zu halbieren, aber dunklen Rohrzucker reduziere ich nur selten oder höchstens ganz wenig, weil ich seine schlichte, rustikale Süße so sehr mag. Bananenbrot ähnelt in Aussehen und Textur einem Rührkuchen (Quatre-quarts), besteht aber darauf, „Brot“ genannt zu werden. Im Vergleich zum klassischen Rührkuchen mag ich es sehr viel lieber – wahrscheinlich, weil es deutlich weniger Fett und Zucker enthält. Es ist dicht und sättigend, ohne schwer im Magen zu liegen, und seine besondere Konsistenz – kompakt und gleichzeitig elastisch – macht es für meinen Geschmack viel interessanter. Da ich zwei Gläser mit Natursauerteig wie „Haustiere“ pflege, bleibt nach dem Auffrischen oft ein Rest übrig, und es kommt vor, dass ich nicht sofort Zeit habe, ihn für ein anderes Brot zu verwenden. Für mich ist ein schneller Kuchen wie dieser, der keinen sehr aktiven Sauerteig braucht (ja, man kann „Rest-Sauerteig“ verwenden, der ein paar Tage im Kühlschrank gestanden hat), absolut ideal. —————— Dieses Rezept ergibt einen Kuchen in einer 1-Pfund-Kastenform (Innenmaß oben 17×10 cm, Boden 15×7,5 cm, Höhe 6,5 cm). Bitte die Hinweise sorgfältig lesen! Hinweise! Hinweise!
Zutaten
Schritte
Zutaten vorbereiten: Die Butter bei Raumtemperatur weich werden lassen, bis ein Fingerabdruck leicht sichtbar bleibt; das Ei verquirlen; die Banane schälen, in einen Gefrierbeutel geben und mit der Hand zerdrücken (ich mag es, wenn im fertigen Kuchen noch ein paar kleine Bananenstückchen bleiben, deshalb zerdrücke ich sie nicht völlig zu Brei. Wenn Sie keine sichtbaren Stückchen möchten, die Banane mit einem Mixer ganz fein pürieren).
Die Kastenform innen mit Butter ausstreichen oder mit einem Bogen Backpapier auslegen (wie auf dem rechten Foto).
Butter und dunklen Rohrzucker verrühren und kurz aufschlagen, bis die Masse leicht schaumig und luftig wird. Es ist nicht schlimm, wenn noch ein paar Zuckerkristalle sichtbar sind; sie lösen sich im weiteren Rührvorgang nach und nach auf.
Das verquirlte Ei dazugeben und weiterrühren, bis eine glatte, homogene Masse entsteht. Jetzt können Sie beginnen, den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorzuheizen.
Allzweckmehl, Zimt, Natron, Backpulver und Salz miteinander vermischen und sieben, dann zur Masse aus Schritt 5 geben und vorsichtig nur so lange unterrühren, bis alles gerade eben vermischt ist.
Mit der Messerspitze längs eine flache Rille in die Mitte des Teigs ziehen und den Teig nach Belieben mit ein paar Bananenscheiben dekorieren.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und eine Holzstäbchenprobe machen: Wenn das Stäbchen sauber ohne feuchten Teig herauskommt, ist der Kuchen fertig. Aus der Form lösen, auf einem Gitter auskühlen lassen, in Scheiben schneiden und genießen.